19.00 Uhr; Haus Berliner Stadtbibliothek
Ribbeck-Haus
Breite Str. 36, 10178 Berlin-Mitte/Berlin-Saal
Die Autobiografie eines großen Mimen
Buchvorstellung und Lesung mit Otto Mellies
Auf der Bühne des Deutschen Theaters trat Otto Mellies in großen, unvergessenen Rollen auf; als Darsteller in Kino- und Fernsehfilmen wurde er zum Publikumsliebling.
In seinen Memoiren blickt Mellies auf viele künstlerische Herausforderungen in seiner mehr als sechzigjahrigen Laufbahn zurück. Er erzahlt ruhig, mit heiterer Gelassenheit und genießt die Freude des Erinnerns, ohne um die schmerzlichen Geschehnisse seines Lebens einen Bogen zu machen. Dazu gehort die von Faschismus und Krieg überschattete Kindheit. Als er nach Kriegsende bei seiner Schwester in Schwerin unterkommt, ist es eher Zufall, dass er sich am Theater bewirbt. Damit waren die Weichen für sein Leben gestellt.
In seinem Buch ist Mellies nicht der Chronist. Er berichtet aus Positionen eines Beteiligten, uneitel, aber engagiert und seiner Erinnerung vertrauend.
Otto Mellies wurde 1931 in Schlawe, Provinz Pommern geboren. Er besuchte die Staatliche Schauspielschule und wurde 1956 von Langhoff ans Deutsche Theater geholt. Neben dem Theater übernahm Mellies zahlreiche Rollen in DEFA-Filmen und stand nach 1990 in Tatorten, Politthrillern und Fernsehspielen vor der Kamera.
Das Buch ist im Verlag Das neue Berlin erschienen.