Vom Ernst-Thälmannpark zum ehemaligen "Städtischen Obdach"

ICAL

Samstag 26.04.2025 - Anfangszeit: 11:00 Uhr

Kategorie: Bildung

Der Stadtteil Prenzlauer Berg war kein Dorf, sondern entstand aus verstreuten Ansiedlungen um das Vorwerk und den Windmühlen vor dem Schönhauser Tor. Ihnen folgten Brauereien und Ausflugslokale, mittelständische Industrie, das Gaswerk, der Zentral-Vieh- und Schlachthof. Und in den 1870er Jahre begann parallel die dichteste Bebauung, die je eine deutsche Stadt erlebte.

Ein großes Rechteck nördlich der Danziger Straße blieb frei: Dort errichtete der Berliner Stadtbaurat Hermann Blankenstein ab 1886 das Städtische Obdach mit Krankenstation und Werkraum sowie das Städtische Hospital mit Siechenhaus. Heute nutzt das Bezirksamt die erhaltenen Gebäude.

Das östlich davon gelegene Gaswerk versorgte die Menschen der Umgebung 111 Jahre mit Gas, bis es im Juli 1984 gesprengt wurde. An seiner Stelle entstand der Ernst-Thälmann-Park mit 1 500 Wohnungen und einem kolossalen Denkmal für den Kommunisten Thälmann vom sowjetischen Bildhauer Lew Kerbel.

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