Tropfendes Gift und donnernde Posaune. Spielarten des Gerüchts in Schillers Dramen

ICAL

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Dienstag 25.01.2011

Kategorie: Bildung

Gerücht und dramatische Rede stehen in einem spannungsvollen Verhaltnis zueinander. Das Gerücht ist eine anonyme, diffuse und breit streuende Art offentlicher Kommunikation, wahrend im Drama sprechend-handelnde Einzelpersonen herausgestellt werden. In beiden Fallen geht es jedoch um sprachliche Mittel von hoher Durchschlagskraft. Kein Wunder also, dass sich Theaterautoren immer wieder für die Wirkungsweise von Gerüchten interessiert haben.







Der Vortrag von Dr. Stefan Willer (Zentrum für Literatur- und Kulturforschung) behandelt Darstellungen, Funktionen und Deutungen von Gerüchten im dramatischen Werk Friedrich Schillers. Sie reichen von der antiken Fama-Tradition, auf die sich etwa der Titelheld im -Don Karlos-€œ bezieht (-Mich ruft die Weltgeschichte, Ahnenruhm / Und des Gerüchtes donnernde Posaune-€œ), bis zum Getuschel der üblen Nachrede, das im selben Stück als ein langsam wirkender -Tropfen Gift-€œ bezeichnet wird.







Ort: Museum für Kommunikation Berlin



Zeit: 18.30 Uhr

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