Theodor-Haubauch-Saal des Bundespresseamtes, Dorotheenstraße 84 10117 Berlin
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»Trouble is my business«: Dieser Leitsatz schmückte Ende der 1960er Jahre das Amtszimmer von Regierungssprecher Conrad Ahlers. In der Tat war kaum ein journalistisches Wirken so aufsehenerregend mit den politischen Wechselfällen der Bundesrepublik verknüpft wie die Arbeit des gebürtigen Hamburgers: SPIEGEL-Redakteur, Chef des Bundespresseamtes, Intendant der Deutschen Welle – Conrad Ahlers war ein Repräsentant des deutschen Elite-Journalismus, zugleich wurden im politischen Streit um einen seiner Beiträge im Spiegel im Jahr 1962 die Grundfragen der Pressefreiheit neu vermessen.
Aus Anlass des 100. Geburtstages von Conrad Ahlers und des 60. Jahrestages der »SPIEGEL-Affäre« blickt eine Podiumsrunde aus unterschiedlichen Perspektiven – Journalismus, Wissenschaft, Regierungskommunikation – auf die Bedeutung dieser streitbaren Presse-Ikone für das Selbstverständnis der bundesdeutschen Medienöffentlichkeit.
Eine Veranstaltung des Presse- und Informationsamts der Bundesregierung und des Leibniz-Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF)
Podiumsgespräch mit:
Christiane Hoffmann, seit 2022 Erste stellvertretende Sprecherin der Bundesregierung, zuvor u.a. Korrespondentin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in Moskau, Teheran und Berlin, seit 2013 stellvertretende Leiterin und Autorin des Hauptstadtbüros des SPIEGEL.
Frank Bösch, seit 2011 Direktor des Leibniz-Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam und Professor für Europäische Geschichte des 20. Jahrhunderts an der Universität Potsdam, er publizierte vielfältig zur Presse- und Mediengeschichte.
Martin Doerry, Historiker und Journalist, von 1998 bis 2014 stellv. Chefredakteur beim SPIEGEL, Autor und Herausgeber zeitgeschichtlicher Bücher, darunter mit Hauke Janssen »Die SPIEGEL-Affäre. Ein Skandal und seine Folgen«, 2013.
Jutta Braun, seit 2022 Abteilungsleiterin am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam, sie forscht aktuell zur Geschichte des Bundespresseamts.
Stephan Detjen, Chefkorrespondent des Deutschlandradios im Hauptstadtstudio Berlin
anschl. Empfang