Philosophisches Café - Sprache und Herrschaft

ICAL

Hasselwerder Straße 22 12439 Berlin - zum Stadtplan

Freitag 21.02.2020 - Anfangszeit: 16:00 Uhr

Kategorie: Bildung

Philosophisches Café - Sprache und Herrschaft

Sprache ist mehr als nur ein Medium der Kommunikation. Sprache prägt unsere Wahrnehmung der Welt. Das wusste schon George Orwell, als er das Neusprech als wesentliches Element der totalitären Herrschaft in seinem Roman „1984“ thematisierte. Sprache konstruiert und übt Herrschaft aus, indem sie den Zugang zum Diskurs ermöglicht und durch das Verschweigen von Zusammenhängen, Herrschaftsstrukturen und Missstände ausblenden läßt. Sprache ist darüber hinaus mit Emotionen verknüpft, was populistische Politiker*innen verstehen auszunutzen. Bereits im Alltag kommen diese Aspekte zur Geltung, wenn wir durch den unreflektierten Gebrauch von Worten wie „Flüchtlingswelle“ Ängste schüren oder zwischen dem emotional-aufgeladenen Begriff „Atomkfraft“ und dem wertneutralen Terminus „Kernkraft“ zu wählen haben.
Gemeinsam werden unterschiedliche Facetten der Rekonstruktion von Herrschaft – sei es patriachalischer, dominant-religiöser oder rassistischer Natur – durch Sprache reflektiert und diskutiert.

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