Liebe und Verliebtheit in der Antike

ICAL

Stephanuskirche, Prinzenallee 39-40 13359 Berlin - zum Stadtplan

Mittwoch 27.09.2023 - Anfangszeit: 19:00 Uhr

Kategorie: Bildung

Liebe und Verliebtheit in der Antike

Das Problem des Patriarchats mit den großen Gefühlen
Vortrag von Thomas Kilian

Mesopotamien, Ägypten und das alte Israel waren auf unterschiedliche Weise patriarchale Gesellschaften. Liebe wurde in der Familie zwar propagiert, aber Verliebtheit war kein Ehegrund. Vielmehr standen große Gefühle den wirtschaftlichen und politischen Interessen der Familien häufig entgegen. Verliebtheit war da eher ein Fluch.

In der Lutherübersetzung der Bibel wird sie denn zumeist als „Brunst“ behandelt.
Das Hohelied steht da quer. Es wirbt für Verständnis gerade für die besonders verpönten weiblichen Gefühle. Die theologisch häufig vernachlässigte weltliche Bedeutung zeigt einen Aufstand der menschlichen Gefühle gegen das Patriarchat, der allerdings an den gesellschaftlichen Verhältnissen scheitern muss.

Der Eintritt ist frei, Spenden sind erwünscht.

Diese Veranstaltung ist Teil des Rahmenprogramms zur Kunstausstellung „Projekt Hohes Lied“.

Dabei werden Gemälde, Skulpturen und Installationen zum „Hohelied Salomons“ aus dem Alten Testament gezeigt. Sie wurden von 22 internationalen, in Berlin lebenden Künstler:innen geschaffen und sind vom 1. September bis 29. Oktober 2023 jeweils freitags von 16:00 bis 18:00 Uhr – und natürlich auch nach der oben genannten Veranstaltung – in der Stephanuskirche zu sehen.

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