Kolonialismus oder wie sich Europa "entwickelte"

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Freitag 09.11.2018 - Anfangszeit: 16:00 Uhr

Kategorie: Bildung

Kolonialismus oder wie sich Europa "entwickelte"

Gängige Bilder in der sogenannte "Entwicklungspolitik" lauten so oder ähnlich: >>Während sich Europa industrialisierte, ist in anderen Regionen der Welt einfach wenig passiert. Diese Länder sind immer noch "Entwicklungsländer" oder "spät industrialisierende Staaten."<< Doch diese sind nicht nur stark verkürzt, sondern grundlegend inkorrekt.

Warum?

Sie lassen 500 Jahre Kolonialismus unbeachtet. 500 Jahre in denen europäische Staaten bis zu 85 Prozent der Erdoberfläche dominierten und Kolonialgebiete systematisch ausbeuteten, besiedelten oder schlicht zerstörten.
Werfen wir einen genaueren Blick auf die Beziehungen zwischen kolonisierten und kolonialisierenden Regionen und Nationen fällt auf: Kolonialismus war Grundlage für das, was in Europa gemeinhin als Entwicklung, Fortschritt oder Moderne bezeichnet wird.

Warum ist das so und wie funktionierte das System Kolonialismus?
Welche Auswirkungen hat Kolonialismus auf die heutige Weltwirtschaft?

Diesen Fragen werden wir im Rahmen unseres Tagesworkshops auf den Grund gehen.

Und nicht zuletzt werden wir uns der Frage stellen:
Ist ökonomische Entwicklung ohne Zerstörung und Unterdrückung möglich?

Workshopzeiten:
16 bis 21.30 Uhr

Referent*innen:
Paula Haufe und Theresa Neef sind Mitglieder der studentischen Initiative "Was ist Ökonomie?" und des Arbeitskreises Wirtschaft und Soziales des Bildungswerks Berlin der HBS. Paula studiert Globale Politische Ökonomie im Master in Kassel. Theresa promoviert an der FU Berlin zu ökonomischer Ungleichheit. Die Initiative "Was ist Ökonomie?" arbeitet an interdisziplinären und alternativen ökonomischen Fragestellungen.

Für weitere Informationen und Wünschen zur barrierefreien Teilnahme wenden Sie sich bitte an: Tanya Lazova, lazova@bildungswerk-boell.de

Die Veranstaltung wird mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin finanziert.

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