Die Ausstellung dokumentiert den Leidensweg von 135 Sippen- und Sonderhaftlingen aus 17 Landern Europas. Die zumeist prominenten Gefangenen wurden am Ende des Zweiten Weltkrieges als Geiseln der SS aus dem KZ Dachau nach Südtirol verschleppt. Unter den Internierten befanden sich der ehemalige osterreichische Bundeskanzler Dr. Kurt von Schuschnigg mit Frau und Tochter, der frühere franzosische Ministerprasident Léon Blum mit Frau, der ehemalige ungarische Ministerprasident MiklA³s von KA¡llay, der Oberbefehlshaber des griechischen Heeres, General Alexandros Papagos, mit seinem gesamten Generalstab, der franzosische Bischof von Clermont-Ferrand, Gabriel Piguet, der ehemalige Generalstabschef des deutschen Heeres, Generaloberst Franz Halder, mit Frau, der frühere Reichsbankprasident und Reichswirtschaftsminister Dr. Hjalmar Schacht sowie Familienangehorige des Obersten Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der am 20. Juli 1944 das Attentat auf Adolf Hitler verübt hatte. Weitere Personlichkeiten waren auch der Pfarrer Martin Niemoller sowie der Pfarrer Dietrich Bonhoeffer, der auf diesen Transport hingerichtet wurde. Nach der Befreiung der Geiseln am 30. April 1945 fanden sie Aufnahme im Hotel -zPragser Wildsee-. Dieses liegt im Pragser Tal, einem Seitental des Hochpustertals. Die Ausstellung, die bisher in Deutschland und im Ausland große Beachtung fand, wird im Steglitz-Museum gezeigt.
Zeit: 15:00 Uhr
Ort: Steglitz Museum
Drakestraße 64 A
12205 Berlin
Kosten: Eintritt frei