Die Bewältigung existenzieller Fragen – Psychoanalyse und Spiritualität

ICAL

Mittwoch 28.01.2015

Kategorie: Bildung

Vortrag: Prof. Dr. Michael Utsch: Existenzielle Themen wie Leid, Schuld oder Sinn lösen potentiell Angst aus, weil sie rational nicht zu beantworten sind. Kann die Psychoanalyse etwas zur Bewältigung existenzieller Fragen beitragen, ohne dass der Therapeut zum Heilsbringer wird? Um dieser narzisstischen Versuchung nicht zu erliegen, bedarf es einer reflektierten therapeutischen Haltung zu Sinn- und Wertefragen.
Seit einigen Jahren in der Psychoanalyse ein „spiritual turn" zu beobachten, der eine spirituelle Beantwortung existenzieller Lebensfragen nicht generell als neurotisch oder infantil zurückweist. Es wird untersucht, ob und wie Einstellungen der Achtsamkeit oder der Dankbarkeit therapeutisch adaptiert und nutzbar gemacht werden können. Ringvorlesung "Psychoanalyse und Gesellschaft": Aus psychoanalytischer, soziologischer, aber auch rechtsmedizinischer Sicht befassen wir uns mit wichtigen Themen der Gesellschaft unserer Zeit, wie Verantwortung des Einzelnen, Subjektivität, dem verschwiegenen Ausmaß an Kindesmisshandlung in unserer demokratischen Gesellschaft, dem Altern, der Spiritualität oder auch mit der Bedeutung von Geschwisterkonstellationen für den Weg des Einzelnen in die Gesellschaft.(Quelle: Internetseite)

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