Stephanuskirche, Prinzenallee 39-40 13359 Berlin
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Eine Alternative für Frauen zwischen Ehe und Kloster im Mittelalter
Vortrag mit Lichtbildern von Diana Schaal
Im Mittelalter hatten Frauen nicht viele Lebensmodelle zur Auswahl, die als ehrbar galten: Sie konnten heiraten, sie konnten als „alte Jungfer“ Verwandte betreuen bzw. arme Frauen konnten als Dienstmagd arbeiten – oder sie konnten ins Kloster gehen.
Doch es gab seit dem 13. Jahrhundert auch noch die Möglichkeit, in einer religiös inspirierten Frauengemeinschaft zu leben, die kein Kloster war – nämlich als Begine.
Beginen unterstanden nicht der Kirche und sie haben ihren Lebensunterhalt selbst verdient. Das taten sie durch Textilarbeiten, Krankenpflege, Bestattungsdienst, einschließlich. Totengebete, Seifen sieden, Kerzen ziehen und sogar Bier brauen! Und sie konnten die Gemeinschaft wieder verlassen und heiraten.
Wir schauen uns an, wo es in Deutschland überall Beginenhäuser gab.
Die letzten historischen Beginen starben um 2010 in Belgien.
Doch bereits Mitte der 1980er Jahre entstand in Deutschland eine moderne Beginenbewegung, die Anfang des neuen Jahrtausends zu neuen Beginenhöfen führte! Auch auf diese werfen wir einen Blick.
Die Teilnahme ist kostenlos, Spenden sind erwünscht.
Diese Veranstaltung ist Teil des Rahmenprogramms zur Kunstausstellung „Projekt Hohes Lied“.
Dabei werden Gemälde, Skulpturen und Installationen zum „Hohelied Salomons“ aus dem Alten Testament gezeigt. Sie wurden von 22 internationalen, in Berlin lebenden Künstler:innen geschaffen und sind vom 1. September bis 29. Oktober 2023 jeweils freitags von 16:00 bis 18:00 Uhr – und natürlich auch nach der oben genannten Veranstaltung – in der Stephanuskirche zu sehen.