Containern… zwischen Spaßfaktor und politischer Guerilla-Aktion

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Dienstag 22.10.2019 - Anfangszeit: 19:00 Uhr

Kategorie: Bildung

Containern… zwischen Spaßfaktor und politischer Guerilla-Aktion

Lebensmittel-„Retter“ kleiden sich unauffällig, verabreden sich gemeinsam in kleinen Gruppen, gehen bei Dunkelheit nach Geschäftsschluss der Supermärkte los, nehmen nur so viel mit, wie sie selbst verarbeiten können, und feiern ihre Aktion mit einem anschließenden gemeinsamen Kochen beim „Containerabend“.
Dieses Klischeebild der Mülltaucher-Szene wollte der junge Agrarökologe Benedikt Jahnke wissenschaftlich unter die Lupe nehmen. In einer empirischen Studie, aus der auch seine Doktorarbeit entstand, hat er sowohl qualitative wie auch quantitative Daten über die Szene erhoben und ausgewertet. Die Ergebnisse werfen ein differenziertes Bild auf die Container-Szene, die Teil der aus den USA stammenden Freeganismus-Bewegung ist. Frauen verhalten sich beim Containern zum Beispiel anders als Männer und stark politisch motivierte Mülltaucher operieren eher als Einzelgänger.
Benedikt Jahnke beschäftigt sich in seinem Buch „Mülltauchen für eine bessere Welt“ auch mit der Frage, welche Zukunft das Containern hat. Wird es legalisiert werden oder ersetzen digital gepowerte Foodsharing-Konzepte in Zukunft die Romantik des nächtlichen Lebensmittelrettens hinter Supermarktzäunen?

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