Arbeit: Utopien & Dystopien im 21. Jahrhundert (3): Arbeit als Sucht, Fetisch oder Religionsersatz?

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Sebastianstraße 21 10179 Berlin - zum Stadtplan

Mittwoch 19.07.2017 - Anfangszeit: 18:00 Uhr

Kategorie: Bildung

Arbeit: Utopien & Dystopien im 21. Jahrhundert (3): Arbeit als Sucht, Fetisch oder Religionsersatz?

Film und Diskussion an vier Abenden: Die "Zukunft der Arbeit" bewegt seit einigen Jahrzehnten die Gemüter. Digitalisierung der Arbeitswelt, Industrie 4.0 und Arbeiten 4.0 sind die aktuellen Begriffe, die die einen begeistern, die anderen ängstlich in die Zukunft blicken lassen. Ansätze wie Human Ressource Management soll die Mitarbeiter*Innen fit für den hart umkämpften globalen Wachstumsmarkt machen. Doch brauchen wir wirklich so viel Wachstum, Leistung und Wettbewerb, um ein gutes Leben zu führen?Längst gibt es die Suche nach Ausstiegsszenarien aus der auf Leistung- und Wachstum basierten Wirtschafts- und Arbeitswelt. Muße, Kontemplation, Nichtstun sollen wieder als positive Alternative ins Bewusstsein rücken. Arbeit mit Sinn in Verbindung mit sozialem Engagement wollen die einen, mehr freie Zeit für Familie, Freund*innen und Hobby die anderen. Ressourcensparen durch Selbermachen, Reparieren, Teilen und Tauschen ist das Credo der globalen Postwachstumsbewegung: Ein Leben in materieller Genügsamkeit, dafür aber im kollaborierenden, wertschätzenden Miteinander, in Selbstbestimmtheit und in Verantwortung für Mensch und Natur.Die Ideen sind so verschieden wie widersprüchlich. Anhand von vier verschiedenen Filmen wollen wir uns den unterschiedlichen Ansätzen nähern.
Dabei wollen wir uns besonders mit folgenden Fragen befassen:
-Welches Menschen- und Weltbild liegt der jeweiligen Arbeitsauffassung zu Grunde?
-Welche Rolle spielen Nachhaltigkeit und Ressourcenorientierung?
-Welche Wandlungen erleben die Begriffe "ArbeitnehmerInnen" und "Unternehmen"?
-Welche Rolle spielen soziale Gerechtigkeit, Freiheit, Teilhabe und ein gutes Leben für Alle?

Die Filme und anschließenden Diskussionen sollen dazu anregen, die eigenen Werte zu reflektieren, den engen Zusammenhang zwischen der gegenwärtigen Definition von Arbeit und Wachstumswirtschaft zu erkennen und womöglich neue Denkansätze zu entwickeln, die zu einem ressourcenschonenden, emanzipatorischen Wandel unserer Art zu arbeiten, zu wirtschaften und zu leben beitragen könnten.

Eintritt frei
Anmeldung unter: lazova@bildungswerk-boell.de

Mit: Marion Rädisch (M.A.), Jobcoach und Dozentin für Postwachstumsthemen. Mitglied im Arbeitskreis Wirtschaft und Soziales

Veranstalter: Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung
Diese Veranstaltung wird mit Mitteln Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin finanziert.

Weiterer Termin:
Mi. 19.07.2017 17:00 - 21:00 Uhr (Achtung Überlänge)
Filmthema 4: Selbstbestimmt arbeiten, wirtschaften und leben - Auf dem Weg in eine globale Postwachstumsgesellschaft?

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