Antisemitismus in Comics

ICAL

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Mittwoch 18.10.2023 - Anfangszeit: 19:00 Uhr

Kategorie: Bildung

Antisemitismus in Comics

Die Geschichte vom Medium Comic ist in Bezug auf die Darstellung des Judentums sehr ambivalent. Jüdische Zeichner wie Max Fleischmann (Betty Boob), René Goscinny (Asterix und Obelix) oder Jack Kirby (Captain America, Black Panther) sind aus der internationalen Comicgeschichte nicht mehr wegzudenken. Gleichzeitig wurde das Medium auch immer wieder – bewusst oder unbewusst – für die Verbreitung antisemitischer Stereotype genutzt. Angefangen bei Wilhelm Busch (Max & Moritz), über Hergé (Tim und Struppi) und Peyo (Die Schlümpfe) bis zu Rolf Kauka (Lupo) reicht die Liste prominenter Zeichner, deren Werk diese Stereotype zumindest teilweise bedient haben.Seit den 1960er Jahren – und verstärkt seit den 1990er Jahren – wird aber auch der Antisemitismus verstärkt in Undergroundcomix und Graphic Novels thematisiert und problematisiert. Undergroundikone Robert Crumb machte sich über den Antisemitismus in der amerikanischen Gesellschaft lustig, sein „Schüler“ Art Spiegelman wählte das Medium Graphic Novel zur Darstellung der Shoa und in neueren Veröffentlichungen wie z.B. „Araber von morgen“ von Riad Sattoufwird auch der Antisemitismus in den arabischen Staaten zum Thema gemacht.
In einem Vortrag führt der Politikwissenschaftler und Comicsammler Dr. Maurice Schuhmann in die Thematik ein. Er zeigt an ausgewählten Beispielen – sowohl die Verbreitung antisemitischer Darstellungen als auch die kritische Auseinandersetzung mit dem Thema in Comics und Graphic Novels.
In Kooperation mit: TKVA e.V.

Mehr Infos im Internet:

https://www.maurice-schuhmann.de

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