Im Januar 2009 wurde ein Akademie-Gesprach so angekündigt: -Noch nehmen wir die Krise des Kapitalismus wie das Donnern eines fernen Gewitters wahr und stehen am Anfang einer gesellschaftlichen Diskussion über den Markt, finanzielle Unterstützung für Banken und Konzerne aus Steuergeldern, die Rolle des Staates, über soziale Gerechtigkeit und okologische Strategien. Wenden die Zahlungen des Staates an Konzerne und Banken die Krise ab, oder verstarken sie nicht vielmehr die Konzentration von Kapital?-
Ein Jahr spater haben sich die Schulden des deutschen Staates vervielfacht. Die Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise pragen mehr und mehr unser Leben. Auch als Folge der Steuerreform zugunsten von Hoteliers, Erben, Unternehmen und Familien fehlen den Kommunen in diesem Jahr zur Erfüllung ihrer Aufgaben 1,6 Milliarden Euro. Offentliche Kulturfinanzierungen werden in Frage gestellt, Zuschüsse für Theater, Museen, Musikschulen und Bibliotheken gekürzt oder gestrichen.
Das Akademie-Gesprach fragt auch nach Strategien und Ideen von Kultureinrichtungen, mit dieser Situation umzugehen.
Claudia Henne Redakteurin beim rbb, Hauptabteilung Kultur
Martin Roth Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden
Jochen Sandig Künstlerischer Leiter und Geschaftsführer des Radialsystem V, Berlin
Norbert Walter-Borjans Dezernent für Wirtschaft und Liegenschaften der Stadt Koln
Katja Wolle Bürgermeisterin und Kulturdezernentin von Frankfurt/Oder
Klaus Staeck Prasident der Akademie der Künste
Eintritt frei