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SUMMARY:Politischer Salon - Die Verwaltung der Antifaschisten
DESCRIPTION:Die Verwaltung der Antifaschisten Das Spitzenpersonal des Arbeitsministeriums der DDRVortrag mit Dr. Martin MünzelSeit Mitte der 2000er Jahre erfreut sich die Geschichte der deutschen Ministerien und ihres Personals einer breiten Aufmerksamkeit der historischen Forschung. Den Schwerpunkt bildet dabei für die Jahre nach 1945 der Blick auf Westdeutschland\, während die Behörden in der sowjetischen Besatzungszone und der DDR häufig eher am Rande wahrgenommen werden. Das Beispiel des DDR-Arbeitsministeriums macht jedoch deutlich\, wie sich gerade die Personalpolitik in Ostdeutschland zum Teil erheblich von den Entwicklungen im Westen unterschied. Nach dem Krieg entfernten die Alliierten in den vier Besatzungszonen fast alle ehemaligen Nazis aus den Leitungspositionen der Arbeits- und Sozialverwaltung. Nach Gründung der Bundesrepublik fanden qualifizierte Beamte mit NS-Vergangenheit jedoch schnell zurück in die Ministerien. In den zentralen Arbeitsbehörden Westdeutschlands hatte die Rückkehr vieler Fachbeamter fraglos entscheidenden Anteil an der Sicherung von behördlicher Effizienz und Leistungsfähigkeit. In der sowjetischen Besatzungszone wurde die Entnazifizierung am konsequentesten durchgeführt und am schnellsten abgeschlossen. Bereits im Juli 1958 endete die kurze Geschichte des Ministeriums für Arbeit und Berufsausbildung und riss in der DDR die 1919 begonnene Tradition eines eigenständigen zentralen deutschen Arbeitsministeriums ab. Welche Folgen zog es nach sich\, dass formalen Qualifikationen und der vorherigen Absolvierung einer Behördenlaufbahn weit geringere Priorität zugemessen wurde. Wie schlug sich der objektive Mangel an Verwaltungserfahrung und traditionell gefordertem Fachwissen bis Ende der 1950er Jahre nieder\, und inwieweit gelang es\, diesen zu kompensieren? Anhand einzelner Biografien und Beispiele soll gezeigt werden\, welche Zäsuren und Kontinuitätslinien sich innerhalb der obersten Ebene der zentralen ostdeutschen Arbeitsbehörden bis zum Ende der 1950er Jahre ausmachen lassen. Zu fragen ist dabei auch nach den Rückwirkungen auf die Funktionsfähigkeit der Arbeitsverwaltung.Dr. Martin Münzel war wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Unabhängigen Historikerkommission zur Geschichte des Reichsarbeitsministeriums im Nationalsozialismus und arbeitet als Historiker in Berlin.Bild Pixabay
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