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SUMMARY:Ideologie im türkischen Kino - Bir Türk'e Gönül Verdim by H. Refiğ
DESCRIPTION:Ideologie im türkischen Kino: Die Figur der MigrationEine Filmreihe mit kommentierten Screenings kuratiert von ÖMER ALKINBereits in den 1960er und 70er Jahren waren in der Türkei die Fronten zwischen islamisch-konservativen\, nationalistischen und sozialistischen Positionen verhärtet. Besonders die Filme der Yeşilçam-Filmindustrie machen diese politischen Konflikte sichtbar. Bemerkenswert an den Filmen jener Jahre ist\, dass die Migration nach Westeuropa darin oftmals als erzählerisches Moment dient\, um die politisch-ideologischen Konflikte der Türkei auszutragen. Die Beschäftigung mit den in Deutschland größtenteils unbekannt gebliebenen Filmen von Yücel Çakmaklı\, Halit Refiğ und Yılmaz Güney\, den Repräsentanten dreier ideologisch konträrer Positionen\, bedeutet zum einen die Aufarbeitung eines Teils deutscher Migrationsgeschichte: Migrant*innen fungieren als Vehikel des ideologischen Programms der Filme. Zum anderen ermöglicht die Filmreihe auch ein Verständnis der heutigen ideologischen Prägung des Landes zwischen Islam\, Nationalismus und (linkem) Revolutionsdrang.Film: Bir Türk’e Gönül VerdimRegie: Halit RefiğTürkei 1969Die Deutsche Eva sucht den ehemaligen “Gastarbeiter” İsmail in seiner türkischen Heimatstadt Kayseri auf. Evas Hoffnung ist es\, eine gemeinsame Zukunft mit ihrem Sohn Zafer und ihrem ehemaligen Liebhaber aufzubauen. Als İsmail sie samt Sohn abweist\, nimmt sich der Dörfler Mustafa der geschmähten und hilflosen Frau an. Eva verliebt sich in den gutmütigen Anatolier und nimmt gar die Lebensweise der Dorffrauen an. Erst hierauf beginnt İsmail die Beziehung der beiden zu beneiden und versucht fortan mit allen Mitteln\, die deutsche Frau und den gemeinsamen Sohn wieder für sich zu gewinnen.freier EintrittOriginalversion mit englischen Untertitelnüber HALİT REFİĞ und NATIONALES KINO:Mitte der 1960er Jahre setzte der Filmemacher Halit Refiğ (1934 – 2009) mit dem „Ulusal Sinema“ seine eigene Version eines „Nationalen Kinos“ um. Er entwickelte es als Reaktion auf die türkischen Filmpublizist*innen jener Zeit\, die sich ein türkisches Kino nach europäischem Vorbild wünschten. Mit seinen mehr als sechzig Filmen und zahlreichen Serien versuchte Refiğ\, das Eigenkulturelle der Türkei vor das Westliche zu stellen. Nachkommende Generationen klassischer Filmemacher*innen der Türkei wurden durch Refiğs Filme und seine Schriften zum “Ulusal Sinema” geprägt.über ÖMER ALKIN:Ömer Alkın ist Medien- &amp\; Kulturwissenschaftler und Filmemacher. Seine Forschungsschwerpunkte sind deutsch-türkisches und türkisches Kino sowie Migration und Film. Sein Buch Deutsch-Türkische Filmkultur im Migrationskontext ist der erste deutschsprachige Sammelband zum Thema seit mehr als zwanzig Jahren. Seine Schriften sind in zahlreichen Büchern und Zeitschriften erschienen. Er lebt in Köln.
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