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SUMMARY:Hörspiel im Sprechsaal Kino - Untergang des Egoisten Johann Fatzer
DESCRIPTION:Höre in familiärer Sprechsaal-Atmosphere Bertolt Brechts Fragment "Untergang des Egositen Fatzer"\, von Heiner Müller zum Hörspiel bearbeitet mit Musik der Einstürzenden Neubauten.Intendant der Volksbühne Frank Castorf\, sowie Sprecher des Fatzers\, Jörg-Michael Koerbl\, sind angefragt\, bestätigt und erscheinen ungewiss.Einen "Jahrhunderttext" nannte der verstorbene Heiner Müller Brechts über 500 Seiten starkes Fragment "Der Untergang des Egoisten Johann Fatzer". Es erzählt die Geschichte von vier Deserteuren aus dem Ersten Weltkrieg. Während des Winters 1917/18 verstecken sie sich in einem Keller\, warten auf die Revolution und träumen von der neuen Gesellschaft. Doch anstatt die Revolution voranzutreiben\, radikalisieren sie sich gegeneinander. In "Fatzer" gehe es um die "Zertrümmerung der Anschauungen durch die Verhältnisse" und die "lähmende Geschichte"\, hat Brecht selbst über den Text gesagt.INHALT:Im Ersten Weltkrieg geraten vier Deserteure in eine Zwangssituation\, an deren Ende Fatzer kurz vor seiner Exekution erklärt: "Und von jetzt ab eine ganze Zeit über / Wird es keine Sieger mehr geben / Auf eurer Welt sondern nur mehr / Besiegte". Der von Bert Brecht in mehreren Fassungen (etwa 1927 - 1931) fragmentarisch überlieferte Text wurde von Heiner Müller zu einer dichten Spielfassung montiert. Zu seiner Bearbeitung sagt Heiner Müller: "Was am 'Fatzer' wichtig ist\, das hängt zusammen mit dem Fragment-Charakter der deutschen Geschichte\, der dazu führt\, daß so ein Stück\, das ganz unmittelbar mit deutscher Geschichte zu tun hat\, Fragment bleibt... Vier Leute desertieren aus dem 1. Weltkrieg\, warten auf die Revolution\, und die kommt nicht. Und nun sind sie ausgestiegen aus der Gesellschaft... radikalisieren sich gegeneinander und negieren sich gegenseitig. Das ist eine große Formulierung einer Situation\, die sich in der deutschen Geschichte immer wieder ergeben hat..."Erstsendung: 11. Februar 1988\, Rundfunk der DDRProduzent: Rundfunk der DDR
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