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SUMMARY:Religiöses Recht und säkularer Staat
DESCRIPTION:Auch in christlich geprägten\, säkularen Staaten wie in Westeuropa kann in begrenztem Umfang jüdisches bzw. islamisches Recht zur Anwendung kommen. Dies betrifft in erster Linie Fragen des Familien- und Erbrechts. Welche Möglichkeiten und Grenzen hat die religiöse Rechtsprechung in Ländern wie Deutschland? Wo liegen gesellschaftliche Konfliktpotenziale? Und inwieweit wirkt die Diasporasituation ihrerseits auf die Auslegung jüdischen und islamischen Rechts ein? Ronen Reichman ist Professor für Talmud\, Codices und Rabbinische Literatur an der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg und leitet dort das Forum für den Vergleich der Rechtsdiskurse der Religionen Mathias Rohe\, Professor für Bürgerliches Recht\, Internationales Privatrecht und Rechtsvergleichung\, ist Direktor des Erlanger Zentrums für Islam und Recht in Europa EZIRE der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg. Judentum &amp\; Islam in der Diaspora Dialogische RingvorlesungWährend die Diaspora prägend ist für das Judentum\, sehen sich Muslime spätestens seit der postkolonialen Migration nach Westeuropa und in andere westliche Staaten verstärkt mit Fragestellungen zur religiösen Alltagspraxis in einer Minderheitensituation konfrontiert. Die Ringvorlesung beleuchtet die damit verbundenen theologischen Debatten\, in denen das Spannungsverhältnis zwischen Eigenständigkeit und Anpassung ausgelotet wird. Im Zentrum der Aushandlungsprozesse zwischen Tradition und Moderne stehen Fragen der rechtlichen Auslegungen sowie religiöser Praxis. Dazu gehören das Familienrecht\, rituelle Speisevorschriften\, Grenzziehungen und Grenzüberschreitungen religiöser Identitäten und Neuinterpretationen zu Geschlechterfragen. Zu jeder Veranstaltung sind zwei Wissenschaftler_innen eingeladen\, die diese Themen aus jüdischer und islamischer Perspektive vorstellen und miteinander in einen Dialog treten. Weitere Informationen zur Ringvorlesung unter www.jmberlin.de/ringvorlesung. Jüdisch-Islamisches Forum Das Jüdisch-Islamische Forum der Akademie des Jüdischen Museums Berlin richtet sich mit seinen Veranstaltungen sowohl an ein breites Publikum als auch an eine Fachöffentlichkeit aus Wissenschaft und Politik. Im Blickpunkt stehen die Situation von Juden und Muslimen als religiöse Minderheiten in Deutschland sowie die wechselvolle jüdisch-muslimische Beziehungsgeschichte. Ziel des Forums ist es\, Gemeinsamkeiten in vergleichender Perspektive herauszuarbeiten\, ohne dabei Eigenheiten und Spezifika aufzulösen.
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