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SUMMARY:Das neue Unbehagen an der Erinnerungskultur
DESCRIPTION:Unter diesem Titel hat Aleida Assmann einen pointierten Essay\, sie nennt es eine Intervention\, geschrieben\, die sich kritisch mit dem fragmentierten Zustand zeitgenössischer Gedächtnispolitiken befasst. Die Rede von einer Erinnerungskultur verweist immer auf zweierlei: die Akte des Herstellens und die Akte der Aneignung\, der Lesarten. Welche Interessen bestimmen die öffentliche Erinnerungskultur? Wie werden ihre Gehalte rezipiert und wie gehen sie in das persönliche Gedächtnis ein? Gibt es hier überhaupt deutliche Zusammenhänge? Assmann rekonstruiert exemplarisch die lange Dauer und das hartnäckige Verweigern\, bis es in Westdeutschland Mitte der 1980er Jahre endlich zu öffentlich bedeutsamen Diskursen über den Holocaust kommt. Exemplarisch spricht sie auch die unterschiedlichen Konjunkturen an\, in denen die 68er-Bewegungen erinnert werden\, oder Filme wie „Unsere Mütter\, unsere Väter"\, die Erinnerungskultur als Verdrängung zelebrieren. Im Zentrum steht aber ihre Kritik daran\, dass die europäischen Erinnerungskulturen bis heute überwiegend innerhalb einer nationalstaatlichen Gedächtnisbildung verbleiben\, bis hin zum Gebrauch historischer Erzählungen für Zwecke des Nationalismus. Dagegen macht sie Vorschläge\, wie die „gemeinsame Gewaltgeschichte" Europas im 20. Jahrhundert zum Stoff einer transnationalen Erinnerungskultur werden kann\, die nicht zuletzt die Entnationalisierung und Demokratisierung Europas zu fördern vermag. (Quelle: Internetseite)
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