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SUMMARY:Tagebuch-Lesung (Premiere): Das Kriegstagebuch des Flötisten Pankraz G.\, Frankreich 1915-18. Erster Teil.
DESCRIPTION:Lesung aus einem unveröffentlichten\, originalen Tagebuch aus dem 1. Weltkrieg\, im LAIKA\, Emser Str. 131 (S+U Neukölln)\, Sa\, 2.8.2014 um 20 Uhr.Der Augsburger Flötist Pankraz G.\, Sohn eines Fabrikwebers\, meldet sich Ende 1914 als 22jähriger freiwillig zum Kriegsdienst nach Frankreich.Pankraz ist ein sensibler und melancholischer Büchernarr\, beschäftigt sich mit Philosophie und hasst den Krieg - trotz seiner freiwilligen Meldung: "Am meisten aber leide ich unter den Schikanen roher und ungebildeter Vorgesetzter und Kameraden. Überhaupt kann ich mir gar keine Lebensweise denken\, die meinem Wesen mehr entgegengesetzt wäre als das Militärleben. [...] Ich fürchte mich nicht vor dem Tod\; gestehen muss ich mir aber\, dass mir das Sterben nicht mehr so süß vorkommt wie in früheren Zeiten. Es haben vielmehr die letzten schweren Monate eine Sehnsucht nach Lebensglück und Lebensgenuss in mir wachgerufen\, die immer größer wird\, je schlechter es mir geht. Möchte der Krieg doch bald zu Ende sein! Er lastet auf mir wie ein drückender Alp. ‒"Er schreibt bis Kriegsende drei Tagebücher voll - in dieser Lesung wird der Anfang des 1. Tagebuchs präsentiert\, der bis zum Spätsommer 1915 reicht. Dabei habe ich mich auf seine persönlichen Äußerungen und Gedanken konzentriert\; das Militärische wird nur berücksichtigt\, wenn es sich um persönliche Eindrücke handelt ("Die Kugeln pitschten wie Katzen oder Schlangen neben mir in die Erde\; eine schlug auf meinen Absatz. Jede Sekunde glaubte ich\, würde ich einen Bauchschuss bekommen\, und damit ich nicht mit Schreien alles verriete\, biss ich auf die Zähne")\; seitenlange Schlachtbeschreibungen ohne persönliche Note wurden hinausgekürzt. Weitere Teile dieser Lesung werden folgen. In diesen wird er in eine Regimentskapelle eintreten\, zu dessen Leiter er in erbitterter Feindschaft steht\, und seine philosophischen Betrachtungen werden mehr und mehr Raum einnehmen.
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