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SUMMARY:nach der Prostitutionsdebatte: mein Körper gehört mir! Oder? Wer redet alles mit?
DESCRIPTION:Seit Monaten wird über Prostitution gestritten\, eigentlich ist dazu schon alles gesagt worden. „Verbot – ja oder nein“\, lautet eine Konfliktlinie. Diese Debatte rollen wir nicht wieder auf. Stattdessen reden wir über ihren Streitwert.&nbsp\; Wenn in der Prostitutionsdebatte über Sexarbeiter_innen geredet wird\, geht es eigentlich um Sex. Reden wir also über Sex. Ist Sex\, der nicht zum Spaß von Beteiligten ist\, sondern durch Geld asymmetrisch wird\, entfremdet? Oder tun das alle Frauen in dieser Gesellschaft mehr oder weniger\, Sex gegen Geld tauschen? Das meint beispielsweise Laura Penny\, Autorin von „Fleischmarkt“. Welche symbolische Rolle haben Sexarbeiter_innen in der Gesellschaft und in der Prostitutionsdebatte?&nbsp\; Wenn in der Prostitutionsdebatte über Freiheit gestritten wird\, geht es auch darum\, ob sie – das Wort legt es nahe – einseitig bei den Freiern liegt. Reden wir also über Entscheidungsfreiheit und Verfügungsmacht. Wie persönlich\, wie privat: wie frei sind die eigene Sexualität\, der eigene Körper? Mein Körper gehört mir. Doch welche Geschlechterverhältnisse werden auf dem Fleischmarkt mitverhandelt? Mein Körper gehört mir\, sollte man meinen. Dabei wissen wir doch: über Brüste und Gebärmutter reden viele mit. Nicht nur bei Sexarbeit\, auch bei Abtreibung oder bei der Pille danach.&nbsp\; Mein Körper gehört mir\, das ist auch ein feministisches Statement. Doch bei der Prostitutionsdebatte sind sich Feminist_innen nicht einig. Mein Körper gehört mir: für viele stimmt das\, wenn es um Abtreibung geht. Aber Sexarbeiter_innen wird dieser Satz eher nicht geglaubt. Reden wir also über Selbstbestimmung\, ein zentraler feministischer Begriff. Feminist_innen diskutieren schon lange und differenziert über Prostitution. Was ist der StreitWert ihrer Positionen? Es gibt differenzierte Gründe für die unterschiedlichen Deutungen von Prostitution als Freiheit oder Zwang. Dennoch haben Feminist_innen gemeinsame Ziele und der Ausgangspunkt ihrer Kämpfe ist die Solidarität mit Betroffenen.&nbsp\; Mein Körper gehört mir! Damit wehren sich Feminist_innen nicht zuletzt gegen staatliche Verfügungsmacht. Aber Feminist_innen rufen auch den Staat für Verbote an. Reden wir also über Gesetze. Deutschland hat mit dem 2002 eingeführten Prostitutionsgesetz eine der liberalsten Regelungen. Für manche ist dieses Gesetz zu liberal. Die gesetzlichen Regelungen in Schweden scheinen sich als Vorbild anzubieten. In der EU setzt sich das nordische Modell bereits durch. Die Unterschiedlichkeit von deutschem und schwedischem Gesetz ergibt sich aus unterschiedlichen Staatsverständnissen. Auf welchen Grundannahmen basieren sie? Welche Rolle spielt der Staat bzgl. Freiheiten und Grenzen bei der Verfügungsgewalt über den eigenen Körper? Welche sollte er spielen? Welche auf keinen Fall? Wie kommt das in welchen Gesetzen zum Ausdruck?&nbsp\; Diese Debatte hat es in sich: Es geht um Körper\, Sex und Sexualität. Um Freiheit\, Macht und Recht. Um die Rolle des Staates und die Bedingungen des Fleischmarktes. Das ist ein Streit wert!&nbsp\; Und dieser StreitWert ist grün. Wir blicken zurück: Welche libertären Narrative\, welche Kämpfe um Emanzipation treffen in alternativen\, grünen Bewegungen rund um Körper\, Sex\, Staat und Fleischmarkt aufeinander? Und heute? Welche grünen und feministischen Geschichten von Freiheit und Geschlechtergerechtigkeit sind fest verankert – welche Positionen verändern sich?&nbsp\; Zentrale Fragestellungen: - Um was geht es in der Prostitutionsdebatte? - Wie funktioniert der „Fleischmarkt“ (Laurie Penny)? - Wie frei sind die eigene Sexualität\, der eigene Körper? Wem gehört „mein“ Körper? Wer redet\, wenn es um Brüsten und Gebärmutter geht\, alles mit? - Was spaltet Feminist_innen in der Prostitutionsdebatte? Was ist der StreitWert feministischer Deutungen von Prostitution als „Freiheit oder Zwang“? Was bedeutet Selbstbestimmung? - Welche Rolle spielt der Staat bzgl. Freiheiten und Grenzen bei der Verfügungsmacht über den eigenen Körper? Welche sollte er spielen\, welche auf keinen Fall? - Welche libertären Narrative\, welche Kämpfe um Emanzipation treffen in alternativen\, grünen Bewegungen rund um Körper\, Sex\, Staat und Fleischmarkt aufeinander? Welche grünen Geschichten von Freiheit und Geschlechtergerechtigkeit wollen wir weiterschreiben?(Quelle: Internetseite)
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