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SUMMARY:Ausstellung: wurmloch
DESCRIPTION:Reisewege in andere Welten? Der Begriff Wurmloch ist nicht nur Science-Fiction-Fans vertraut. Die fragilen Gebilde\, die sich für eine extrem kurze Zeitspanne offnen und dann wieder schließen\, konnen zu Abkürzungen zwischen sehr weit voneinander entfernten Reisepunkten werden. Einen Nachteil haben sie allerdings: Sie sind bisher nicht nachweisbar. Da das Wurmloch ein hypothetisches Gebilde ist\, wissen wir nicht\, in welchen zeitlichen Abstanden es sich schließt und offnet. Wir konnen nicht sicher sein\, ob eine losgeschickte Sendung stecken bleibt oder ob sie womoglich an einem nicht programmierten Reiseziel ankommt. Weder wissen wir\, was in der Zwischenzeit auf dem Weg mit der Information geschieht\, noch in welcher Form sie ihr Ziel erreicht. Eine Beschreibung des Wurmlochs als Unfallstrecke ist somit naheliegend. Der Tintenstrahldrucker als Musik- und Animationsinstrument: In Barbara Hindahls Video-Sound-Projektion entsteht eine abstrakte Erzahlstruktur\, für die Unscharfen und Interferenzen der Bild- und Filmgenerierung sowie Soundcharakteristika eine wichtige Rolle spielen. In ihren Raumzeichnungen/Interventionen arbeitet sie mit dem Kontrast zwischen künstlerischer Setzung und Realitat. Eine in den Raum gesetzte Zeichnung kann nur von einem festgelegten Punkt aus als zweidimensionales Bild erkannt werden\, das über dem Raum schwebt. Von allen anderen Standorten ist sie lediglich als unregelmaßige Verteilung von Zeichen wahrnehmbar. Installationen und Zeichnungen von Ins A Kromminga zersetzen Geschlechter- und Korpernormen des von uns bewohnten Teils des Universums. Risse und Rander falten sich schon langst über unseren Alltag\, die Lochrigkeit des einst so familiaren Teppichs erlaubt Sprünge hinaus ins Fremde und wieder zurück in das veranderte Hier. Der Unterschied zwischen Uns und Denen verliert zunehmend an Scharfe\, und schließlich verschmelzen die Differenzen zu einer neuen Komplexitat und gewinnen damit eine weitere Dimension. Karen Scheper zeichnet Textuniversen und entwickelt daraus schwarz-weiße Objekte und raumgreifende Assemblagen. So trifft Einsteins berühmte Formel E=mc2 als formsprengende Blasenkonstruktion auf die wandfüllende Grafik einer Gitternetzkonstruktion und Passagen aus Science-Fiction-Romanen\, in denen multiple Raum-\, Zeit- und Realitatsverzerrungen beschrieben werden. Die Devise heißt KWATSCH. Selbstverstandlich geht es hier nicht um Unsinn\, sondern um ein Gerausch: das Stapfen in der Zeitlichkeit und das stille Stottern im Raum-Zeit-Kontinuum. Veronika Witte ist daran interessiert\, wie Korper mit identischer Matrix durch außere Einflüsse oder durch konkrete Manipulation ihre Erscheinungen verandern. Der Ubertragungsvorgang des "Sicher Geglaubten" spielt dabei eine große Rolle\, da er Festschreibungen auflost - seien sie biologischer oder kultureller Natur. Sie treten in eine Ubermittlungs- und - unter Umstanden fehlerhafte - Ubertragungsschleife ein. Dieser Vorgang\, als Kommunikation gedacht\, ist eine Art "Stille Post". Wittes skulpturale Ubersetzungen beschriebener zukünftiger Korper Anderer\, Fotografien vom lauten Flüstern des eigenen Namens in kulturell fremden Kontexten oder pulsierende visuelle Zersetzungsstrukturen medialer Bilder befragen den Zusammenhang von Erscheinung\, Form und Wesen\, der sich beim Gang durchs Wurmloch aus der Determinierung der Doppelhelix lost. Eroffnung: Donnerstag\, 21. April\, 19 Uhr\; Ausstellung: 23.04. bis 21.05.\, Di.-Sa.\, 13-19 Uhr. An Feiertagen geschlossen. Begleitende Veranstaltungen: Mittwoch\, 11. Mai\, 19 Uhr Ausstellungsrundgang mit den KünstlerInnen dienstags bis samstags 17 Uhr 5 p.m. Tagliche Live-Lesung. KünstlerInnen\, geladene Gaste und BesucherInnen lesen Edwin A. Abbots Roman "Flachenland".
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